So pflegeleicht unsere Sukkulenten auch sind, ein langes Leben ist ihnen nur dann vergönnt, wenn man bei der Sukkulenten Pflege auch auf kleine Details achtet.
Dazu gehört auch der richtige Boden, bzw. das richtige Substrat.
Die Falle beim Kauf der Sukkulente
Und hier wartet schon der erste Fallstrick. Weil günstig, bekommst du deine Sukkulenten meist in normaler Blumenerde zu kaufen. Diese ist überhaupt nicht geeignet für die Pflänzchen. Damit können sie sich nur schwer entwickeln oder können sogar stark geschädigt werden.
Um zu verstehen, wie das geeignete Substrat beschaffen sein muss, schauen wir uns an:
Wo Sukkulenten heimisch sind
Der Boden für Sukkulenten ist in „freier Wildbahn“ humusarm, ganz im Gegensatz zu normaler Blumenerde. Weiterhin ist der Boden sehr mineralisch. Man könnte sagen, ein „Steingarten der Natur“.
Und jetzt?
Ist die erste Handlung für unsere Lieblinge: Umtopfen. Der alte, „mitgelieferte“ Boden wird entsorgt oder für andere „sukkulentenfremde“ Projekte verwendet. Aber auch hier ein Augenmerk auf die Erde richten. Manche Blumenerden werden mit kleinen Plastik oder Styroporkügelchen versetzt, um der Sukkulentenerde irgendwie auf günstige Art und Weise näher zu kommen. Sowas lehnen wir strickt ab, es dauert hunderte Jahre, bis Kunststoff irgendwie vergammelt ist und belastet unsere Umwelt, Gesundheit und Meere. Wenn du solche Erden findest, kaufe nicht noch einmal von diesem Anbieter. Nur Verbraucher können durch ihr Verhalten etwas ändern! Zurück zum Thema:
eigenes Substrat
Was brauchen wir? Sukkulenten mögen zum Beispiel Kakteenerde. Diese allein wäre schon weitgehend ok, aber noch nicht optimal. Mit ein klein wenig Aufwand kann aus einem guten Substrat, ein Mega-Substrat werden.
Wenn man auf der Suche nach „Mischungen“ im Internet ist, kann man hunderte Mischungen finden, meist auch mehrere auf einer Seite. Wir zeigen euch, mit welcher Mischung wir sehr gute Ergebnisse erzielt und wie man unsere Mischung variieren kann.
Unsere Zauberformel lautet:
50% Kakteenerde, 30% Lavagranulat und 20% Quarzsand.
Das Ganze ergibt eine Mischung, die sehr locker wird. Wenn man das Granulat mit der Hand verdichtet und die Hand anschließend öffnet, sollte auch das Substrat wieder zerfallen.
Ab dieser Stelle kannst Du variieren. Etwas mehr Erde, oder mehr Lava, ganz wie du deine Erfahrungen machst. Mit dem Grundrezept hast du auf jeden Fall einen sehr guten Start.
Was ist das Geheimnis für Sukkulenten?
Es ist recht einfach: Unsere Sukkulenten reagieren allergisch auf Staunässe. Wenn Gießwasser gut abfließen kann, dann kann sich keine Staunässe bilden und die Wurzeln deiner Pflanzen bleiben gesund. Wasser ist jedoch wichtig für jede Pflanze. Deshalb setzen wir Lavagranulat ein, denn dieses ist ein natürlicher Wasserspeicher. Dieser gibt der Pflanze die Feuchtigkeit langsam ab – perfekt für unsere Sukkulenten. Der Quarzsand zu guter letzt öffnet die Kakteenerde nochmal. Dadurch kann sie nicht mehr so gut verdichtet werden, was der Staunässe natürlich auch entgegen wirkt.